Voll im Trend: „Grüne“ Kapitalanlagen

Geld zu haben, bringt auch immer Macht mit sich. Man kann Gutes, aber auch Schlechtes mit seinem Geld bewirken. Jeder hat selbst die Möglichkeit zu entscheiden, ob er sein überschüssiges Kapital an Unternehmen vergibt, die Kriegswaffen herstellen und in die Krisengebiete der Welt liefern und damit dafür sorgen, dass – oft unschuldige – Menschen getötet werden. Er kann sich auch dafür entscheiden, sein Kapital für Projekte zur Verfügung zu stellen, die der Abholzung der Regenwälder entgegenwirken und/oder sich zum Ziel gesetzt haben, diese Wälder nachhaltig wieder aufzuforsten.

Es liegt also an jedem selbst, was er aus seinem Geld macht. Fakt ist aber, dass man durch eine sorgfältig ausgewählte Kapitalanlage Einfluss darauf nehmen kann, wie sich einzelne Branchen zukünftig entwickeln und wohin der ganze Planet Erde zukünftig steuert. Das hört sich zunächst vielleicht etwas überdimensional an, ist jedoch keineswegs übertrieben. Mit Ihrem Investment können Sie Druck auf Unternehmen ausüben, die nicht nach ethischen, nachhaltigen und ökologischen Grundsätzen arbeiten. Zusätzlich können Sie andere Unternehmen damit fördern, welche die eben genannten Grundsätze in ihren Unternehmensstatuten verankert haben und sich auch strikt daran halten.

Keine Produkte gefunden.

Inzwischen ist diese Form von Investment unter dem Oberbegriff „Ökologische Kapitalanlage“ bekannt. Dies trifft jedoch nur teilweise den Kern der Sache, da die Auswahl der verschiedenen Kapitalanlagemodelle in diesem Bereich mittlerweile so vielfältig ist, dass nicht nur ökologische Themen eine Rolle spielen. Grundsätzlich kann man sagen, dass diese Kapitalanlagen sich auf alle Unternehmen und Projekte beziehen, die nachhaltig angelegt sind. „Nachhaltig“ bedeutet hier, dass im Einklang mit ökologischen und ethischen Grundsätzen gearbeitet wird. Es werden also beispielsweise keine Mitarbeiter in irgendeiner Art und Weise ausgebeutet und auch die Natur wird in das wirtschaftliche Gefüge mit einbezogen, so dass sie keinen Schaden nimmt und die Ressourcen bestmöglich geschont werden.

Siehe auch  Der Dispokredit und die Zinsen

Darüber hinaus zählen zu den nachhaltigen Investmentmodellen aber auch soziale Projekte, die sich beispielsweise in der Dritten Welt engagieren und dafür sorgen, dass der Lebensstandard der Menschen dort steigt beziehungsweise diese überhaupt überleben können.

Sie müssen Ihr Kapital jedoch nicht unbedingt für große und weltumspannende Zwecke einsetzen. Wenn Sie daran interessiert sind, die regionale Wirtschaft und Umwelt mit Ihrem Kapital zu fördern, so ist auch dies mittlerweile ohne Probleme möglich. Es gibt beispielsweise Kapitalanlagen, die in regionale Projekte investieren, welche sich zum Ziel gesetzt haben, die Direktversorgung mit Lebensmitteln vor Ort zu fördern und somit dafür zu sorgen, dass zum Beispiel keine Früchte über viele Tausend Kilometer aus fernen Ländern importiert werden müssen. Damit fördern Sie den kleinen Biobauer und helfen ihm, sich auf den Markt zu etablieren und nicht in Konkurrenz mit großen Obst- oder Gemüseimporteuren treten zu müssen.

Lesen Sie hier mehr zu den Zielen der ökologischen Kapitalanlagen.

Bild von Nattanan Kanchanaprat auf Pixabay

Letzte Aktualisierung am 21.07.2026 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API
Der Preis ist möglicherweise inzwischen geändert worden und auf dieser Seite nicht mehr aktuell

Avatar-Foto

Verfasst von Hajo Simons

arbeitet seit gut 30 Jahren als Wirtschafts- und Finanzjournalist, überdies seit rund zehn Jahren als Kommunikationsberater. Nach seinem Magister-Abschluss an der RWTH Aachen in den Fächern Germanistik, Anglistik und Politische Wissenschaft waren die ersten beruflichen Stationen Mitte der 1980er Jahre der Bund der Steuerzahler Nordrhein-Westfalen (Pressesprecher) sowie bis Mitte der 1990er Jahre einer der größten deutschen Finanzvertriebe (Kommunikationschef und Redenschreiber).