Sonntags einkaufen in Hamburg – wo geht es?

Einheimische und Touristen können in der Hansestadt Hamburg oft auch sonntags einkaufen. Foto: ©Matthias Stolt / stock adobe

Die Hansestadt Hamburg gehört in Deutschland zu den beliebten Urlaubszielen. Im Jahr 2022 verzeichnete die Metropole mehr als 14 Millionen touristische Übernachtungen.

Verbringen Reisende das Wochenende rund um das „Tor zur Welt“, stellt sich vielen von ihnen eine Frage: Sonntags einkaufen in Hamburg – geht das? Grundsätzlich herrscht laut dem Ladenschlussgesetz am siebten Tag der Woche Ruhetag. An bestimmten Sonntagen im Jahr sowie in mehreren Geschäften gelingt dennoch das Hamburger Sonntagsshopping.

Verkaufsoffener Sonntag in Hamburg

Paragraf 14 des Ladenschlussgesetzes regelt, dass an maximal vier Sonntagen im Jahr eine Ausnahme des Sonntagsverkaufsverbots gilt. An einem solchen Tag öffnen alle oder bestimmte Geschäfte höchstens fünf Stunden am Stück. Der Öffnungszeitraum endet 18 Uhr.

Wann ein verkaufsoffener Sonntag in Hamburg stattfindet, erfahren Verbraucher online. Während eines sonntäglichen Einkaufserlebnisses besuchen Einheimische und Urlauber Einkaufszentren, Boutiquen und Shops in der Innenstadt. Zudem öffnen mehrere Geschäfte in den 104 Stadtteilen der Hansestadt.

Die verkaufsoffenen Sonntage 2024 stehen in Hamburg jeweils unter einem besonderen Motto. Die teilnehmenden Läden bieten Besuchern zwischen 13 und 18 Uhr ein abwechslungsreiches Shoppingerlebnis. Zudem freuen sich Einkaufswillige an den Verkaufssonntagen über ein Rahmenprogramm mit künstlerischen Beiträgen sowie Musik- und Sportevents.

Die Mottos der verkaufsoffenen Sonntage in Hamburg lauten 2024:

  • Sport und Gesundheit am 7. Januar 2024
  • Inklusion und Integration am 24. März 2024
  • Kinder, Jugend und Familie am 29. September 2024
  • Kultur am 23. November 2024

Um sonntags die Shoppingtour im gesamten Stadtgebiet der Hansestadt stressfrei zu genießen, empfiehlt der Tourismusverband die Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Welche Geschäfte öffnen in Hamburg am verkaufsoffenen Sonntag?

Das Ladenschlussgesetz erlaubt die Sonntagsöffnung der meisten Geschäfte nur in Verbindung mit Märkten, Messen oder anderen Veranstaltungen. Am ersten verkaufsoffenen Sonntag 2024 fanden in Hamburg mehrere Events statt, die sich sportlichen Themen widmeten.

Im Bezirk Altona freuten sich Besucher über die Veranstaltung „Altona bewegt sich“. Während dieser öffneten zahlreiche Geschäfte in:

  • der Großen Bergstraße
  • der Neuen Großen Bergstraße
  • dem Paul-Nevermann-Platz
  • der Ottenser Hauptstraße
  • der Großen Rainstraße
  • dem Hahnkamp und
  • der Bahrenfelder Straße

In Osdorf fand die Veranstaltung „Sport und Gesundheit“ statt, bei der Läden entlang der Osdorfer Landstraße zum Shoppen einluden.

Ebenfalls besuchten Shoppingfans Veranstaltungen und Geschäfte in den Bezirken der Hansestadt:

  • Bergedorf
  • Eimsbüttel
  • Hamburg-Mitte
  • Hamburg-Nord
  • Harburg und
  • Wandsbek

Welche Läden in Hamburg während der nächsten für den Verkauf offenen Sonntage ihre Pforten öffnen, kann sich kurzfristig ändern. Jedoch finden die Verkaufssonntage nach derzeitigem Stand [Februar 2024] im gesamten Stadtgebiet statt.

Daher stehen die Chancen gut, dass folgende Einkaufszentren und Geschäfte in Hamburg an den Veranstaltungen teilnehmen:

  • Mercado Einkaufszentrum in Altona
  • Billstedt-Center in Billstedt
  • Alstertal-Einkaufszentrum in Poppenbüttel
  • Phoenix-Center in Hamburg-Harburg
  • Quarree-Einkaufszentrum in Wandsbek
  • Hamburger Meile in Barmbek
  • Elbe-Einkaufszentrum in Osdorf

Auch das Tibarg Center, das Nedderfeld Center sowie die Harburg Arcaden können an einem verkaufsoffenen Sonntag zum Shoppen einladen.

Welche Geschäfte in Hamburg haben sonntags immer geöffnet?

An einem verkaufsoffenen Sonntag stehen zahlreiche Geschäfte und Einkaufszentren in Hamburg zur Auswahl. Anders sieht es an normalen Ruhetagen aus. Dennoch finden sich dann in der Hansestadt Einkaufsmöglichkeiten, um an Waren des täglichen Bedarfs zu gelangen.

Das Ladenschlussgesetz regelt in Paragraf 12 den Verkauf bestimmter Produkte an Sonntagen. Das Sonntagsverkaufsverbot entfällt für Verkaufsstellen, die folgende Waren anbieten:

  • frische Früchte
  • Zeitungen
  • Blumen
  • Milch und Milcherzeugnisse
  • Bäcker- und Konditorwaren

An Bahnhöfen und Flughäfen bleiben auch Lebensmittelgeschäfte an 365 Tagen im Jahr geöffnet. Dementsprechend heißt das EDEKA-Geschäft Lars Tamme am Flughafen Hamburg Gäste sonntags zwischen 6 und 22 Uhr willkommen.

Auch im EDEKA in der Wandelhalle im Hamburger Hauptbahnhof kaufen Besucher sonn- und feiertags ein. Die Öffnungszeiten reichen von morgens 7 Uhr bis 23 Uhr. Ganzjährig öffnen im Hauptbahnhof auch die Apotheke sowie die anderen Gastro- und Verkaufsgeschäfte.

Weitere sonntags geöffnete Einkaufsmöglichkeiten erwarten Gäste im Bahnhof Altona und im Bahnhof Dammtor. In über 20 der Hamburger Aral-Tankstellen erlaubt ein Rewe-to-go den sonntäglichen Einkauf. Brauchen Einheimische oder Urlauber frisches Brot oder Obst, lohnt der Gang zum Frischkauf Hamburg in der Simon-von-Utrecht-Straße. Dieser öffnet 365 Tage im Jahr 7 Uhr bis Mitternacht.

Welche Apotheken öffnen sonntags in Hamburg?

Bei einem gesundheitlichen Problem brauchen Betroffene schnelle Unterstützung. Gibt die Reiseapotheke die notwendigen Hilfsmittel nicht her, helfen an einem Sonntag die folgenden Apotheken der Hansestadt weiter:

  • Vita-Apotheke Eimsbüttel
  • Privilegierte Adler-Apotheke in Wandsbek
  • Arcaden Apotheke in Harburg

Eine zentrale Anlaufstelle ist im Ernstfall die Apotheke im Hamburger Hauptbahnhof.

Fischmarkt in Hamburg – das außergewöhnliche Einkaufserlebnis

Zu den besonderen Erlebnissen während eines Wochenendes in Hamburg gehört der sonntägliche Bummel über den Fischmarkt. Dieser öffnet in der Sommersaison zwischen 5 Uhr und 9.30 Uhr. Im Winter – zwischen November und März –beginnt das Markttreiben erst 7 Uhr.

Verkaufsoffener Sonntag – unsere Tipps

Um einen Einkaufs-Sonntag in Hamburg mitzuerleben empfiehlt sich eine gute Planung. Schließlich zieht es zahlreiche Einheimische und Touristen sonntags zu den offenen Geschäften.

Empfehlenswert ist es, die Nacht von Samstag auf Sonntag direkt in Hamburg zu verbringen, um früh in den Tag zu starten. Alternativ machen sich Shoppingfans nach dem Frühstück auf den Weg in die Innenstadt. Die Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erspart Besuchern eine langwierige Parkplatzsuche.

Den Shoppingsonntag beginnen viele Urlauber auf dem Fischmarkt gegenüber der berühmten Hamburger Fischhalle. Unter freiem Himmel bieten zahlreiche Marktschreier lautstark ihre Waren feil. Neben frischem Fisch und schmackhaften Fischbrötchen offerieren die Verkäufer an den Ständen:

  • Blumen
  • Obst
  • Gemüse
  • Kleidung
  • Souvenirs

Nach dem ersten oder zweiten Frühstück auf dem Fischmarkt lohnt sich bei gutem Wetter ein Spaziergang zur Innenstadt. Um die Zeit bis zum Shoppingbeginn 13 Uhr zu überbrücken, kommen Umwege zu beliebten Hamburger Sehenswürdigkeiten infrage.

Vom Fischmarkt dauert die Fahrt zum Miniatur-Wunderland rund sieben Minuten. Zu Fuß sind Touristen knapp eine Viertelstunde unterwegs. Das besondere Museum, das Hamburg sowie Städte weltweit im Kleinformat abbildet, öffnet seine Pforten jeden Tag im Jahr. Sonntags durchstreifen Besucher die Ausstellung bis 21 Uhr.

Nach der Tour durch das Miniatur-Wunderland planen Mutige einen Besuch im Hamburger Dungeon ein. An Sonntagen lehrt die Sehenswürdigkeit Gästen zwischen 10 und 17 Uhr das Gruseln. Der anschließende Fußmarsch in die Innenstadt dauert im Schnitt sieben Minuten. Hier laden an verkaufsoffenen Sonntagen zahlreiche Geschäfte zum Stöbern und Shoppen ein.

Online verschaffen sich Urlauber einen Überblick über die Veranstaltungen, die an den jeweiligen Sonntagen stattfinden. Ein Blick auf das Rahmenprogramm ermöglicht die weitere Planung des Shoppingtags.

Um bei der Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln Geld zu sparen empfiehlt sich eine Tageskarte der Hamburg-CARD. Mit ihr profitieren Besucher von freier Fahrt im Hamburger Verkehrsverbund. Zusätzlich punktet sie mit Preisnachlässen bis zu 50 Prozent in Hamburger Sehenswürdigkeiten und Museen.

Fazit

Sonntags einkaufen – in Hamburg erwartet Besucher dieses Vergnügen ganzjährig, sofern sie sich auf den berühmten Hamburger Fischmarkt beschränken. Obgleich Ausnahmen existieren, bleiben die meisten Läden an Ruhetagen geschlossen. Doch an vier verkaufsoffenen Sonntagen im Jahr laden die Innenstadt sowie die anderen Stadtteile ab 13 Uhr zum Shoppingerlebnis ein.