Nackte Tatsachen. Crowdfunding in China

von 0

Auch die Chinesin an sich ist kaum anders als die Mitteleuropäerin als solche. Optisch möchte Frau attraktiv und begehrenswert sein. Leider gibt es nur wenige Naturschönheiten. Was die Kosmetikindustrie freut, weil sie deshalb alles Mögliche sauteuer und mit fetten Margen den Damen der Bundesrepublik und der Volksrepublik aufschwatzen kann.

Maos Ur- und Ur-Ur-Enkelinnen sollen, wie man hört, auch bei Puder und Paste, Cremes und Kajal sehr markenbewusst, ja markensüchtig sein. Dumm nur und bei näherem Hinsehen tragisch, dass die junge, tagträumende Chinesin trotz härtester Arbeit nur selten so viel verdient wie ein gestandener Hartzler als Stütze vom deutschen Staat bekommt. Glaubt man der FAZ, und weshalb sollte man das nicht, kaufen viele junge Chinesinnen ihre Puderquasten auf Pump. Eine Kreditplattform namens „Jiedaibao“ verbandelt Privatleute mit Geld und Privatleute ohne Geld.

Jetzt Schlagzeilen machte der Fall einer jungen Studentin, die sich via Plattform anfangs 500 Yuan, umgerechnet knapp 70 Euro, geliehen hatte. Schnell und einfach, quick and dirty. Offenbar zu schnell und zu einfach und später auch ziemlich dirty. Denn aus den anfangs rund 70 Euro waren am Ende knapp 7.000 Euro Schulden geworden. Angeblich vor allem deshalb, weil der Kreditgeber 20 Prozent Zinsen gefordert hatte und die junge Frau diese nicht zahlen konnte. So seien auf Dauer die Schulden immer weiter gestiegen.

Der Kreditgeber indes machte schon früh ordentlich Druck, wie die FAZ weiter berichtet. Als die Studentin mit gut 1.300 Euro in der Kreide stand, habe der Geldgeber als Sicherheit Nacktbilder von der Studentin gefordert. Zitat aus der FAZ: „Darauf solle sie gut zu erkennen sein und deutlich sichtbar ihren Personalausweis in die Kamera halten.“ Falls der Kredit nicht fristgerecht zurückgezahlt würde, ginge das Foto, so die Drohung, zuerst an die Eltern und würde danach ins Internet gestellt.

Was für ein geld- und notgeiles Gesocks.

Bisher keine Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.