Lidl duzt sich

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Zugegeben, so richtig gemocht habe ich Lidl noch nie. Eher aus dem Bauch heraus, rational nicht zu begründen. Zugleich respektiere ich aber jeden, der Lidl mag. Ob nur wegen der billigen Milch, wegen preiswerter Markenartikel oder wegen was auch immer.

Meine über die Jahre sorgsam gehegte und gepflegte Abneigung drohte jüngst der sudden death. Musste ich doch aus der FAZ erfahren, dass sich beim weltweit viertgrößten Lebensmittelhändler jetzt alle duzen. Nicht duzen dürfen oder duzen können. Alle weltweit rund 375.000 MitarbeiterInnen sollen sich duzen. Den Chef der Schwarz-Gruppe nunmehr Klaus nennen, den Lidl-Obersten Sven sowie den Kaufland-Ersten Patrick. Der Vollständigkeit und lieben Ordnung halber: Die drei Herren heißen, in der Folge ihres Auftretens, Gehrig, Seidel und Kaudewitz.

Das ist sympathisch, das ist fast liebenswert und so verkaufsfördernd, dass ich schnurstracks zum nächsten Lidl wollte, um mich dort mit Billigst-Milch einzudecken.

Leider verblasste meine Liebe auf den zweiten oder gar dritten Blick im Handumdrehen, da mir die FAZ im gleichen Beitrag folgendes Zitat des Herrn Gehrig steckte: „Es gibt keinen Zwang (Anm. hs: … sich zu duzen). Aber klar ist: Wer sich nicht duzt, isoliert sich. Das sind nicht die Leute, die wir brauchen.“

STILLGESTANDEN!! JAWOLL!! ZU BEFEHL!!

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