• Sag mal, Allianz Generalvertretung David Patrick Kundler in Berlin…,

    von 0

    ... da hast Du endlich ein neues Teamfoto, das auch von amtlich-frauenrechtlicher Seite, wie es scheint, als halbwegs unbedenklich gewertet wird und als so gut wie nicht mehr Voyeur-tauglich. Mann, Mann, Mann – das erste Gruppenfoto mit Herrn, den Chef mittig platziert, flankiert von jeweils vier charmanten Mitarbeiterinnen zu seiner Rechten und seiner Linken, war ja wirklich ein Ding. Die Damen gewandet mit Kleidchen, ja, man muss sie so nennen, bis maximal Knieniveau. Von oben gesehen. ...

  • Kauf mich, klick mich, like mich am…

    von 0

    Kommt ein Mann zum Arzt. „Herr Doktor, keiner beachtet mich.“ „Der Nächste, bitte!“ Ja, ja, ein uralter Kalauer mit einem – wie häufig – wahren Kern. Denn wie lässt sich die weitgehende Nichtbeachtung durch Andere zumindest in Voyeurismus, wenn nicht gar in Wertschätzung wandeln? Die Mechanismen sind ziemlich alt und bestens erprobt. Sie erleben in unseren post- respektive alternativ- faktischen Zeiten ihre Renaissance, wie es scheint. Das war schon immer so, ist auch heute so und wird künftig ...

  • Volksbank Remscheid-Solingen…

    von 0

    … sagt mal, habt Ihr zu oft am Negativzins geschnüffelt? Oder kippt Ihr Euch heimlich einen Hugo hinter die Binde, wenn die Filiale wieder mal menschenleer ist? Oder seid Ihr einfach nur nüchtern und unverschämt? Noch immer suche ich nach einer Erklärung für ein Erlebnis ein paar Tage vor Heiligabend. Wir wohnen etwas weiter draußen. Genauer: im Bergischen Land. Noch genauer: in der Gemeinde Odenthal. Sehr genau: in dessen Ortsteil Blecher. Hier ist es eher beschaulich, ...

  • Von Vögeln, Geiern und Anwälten

    von 0

    Der Vogel als solcher – sieht man von einigen Ausnahmen ab – ruft bei uns Menschen positive Gefühle hervor. Sein Zwitschern im Morgengrauen begrüßt den neuen Tag, seine Rückkehr aus dem Süden kündet von bevorstehender Sonne und Wärme, seine Abkehr rät zum Entmotten des Wintermantels und zum Herauslegen warmer Socken. Auch in Kunst und Kultur fand und findet bis heute der Vogel seinen, zugegeben: nicht häufigen, dennoch bestens erinnerlichen Platz. „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock beispielsweise ...

  • Kein Schwein ruft mich an

    von 1

    Na sach mal, HypoVereinsbank, vulgo HVB, da hat Eure Werbeagentur ja ganz tief in die Quoten-Kiste gegriffen. Oder wie ist die Printanzeige u. a. in der FAZ – halbe Seite, quer – zu verstehen? Zu sehen darauf eine gepflegte Geschäftsfrau, wenig beschmuckt, genauso wenig geschminkt und in dezenten Farben gekleidet. Typ erfolgreich, geschätzte 55 Jahre alt, gefühlte 31 Jahre jung. Darüber das Zitat der Late Beauty: „Wenn es mal richtig schlecht läuft, ist mein Mann der ...

  • Nackte Tatsachen. Crowdfunding in China

    von 0

    Auch die Chinesin an sich ist kaum anders als die Mitteleuropäerin als solche. Optisch möchte Frau attraktiv und begehrenswert sein. Leider gibt es nur wenige Naturschönheiten. Was die Kosmetikindustrie freut, weil sie deshalb alles Mögliche sauteuer und mit fetten Margen den Damen der Bundesrepublik und der Volksrepublik aufschwatzen kann. Maos Ur- und Ur-Ur-Enkelinnen sollen, wie man hört, auch bei Puder und Paste, Cremes und Kajal sehr markenbewusst, ja markensüchtig sein. Dumm nur und bei näherem Hinsehen ...

  • Lidl duzt sich

    von 0

    Zugegeben, so richtig gemocht habe ich Lidl noch nie. Eher aus dem Bauch heraus, rational nicht zu begründen. Zugleich respektiere ich aber jeden, der Lidl mag. Ob nur wegen der billigen Milch, wegen preiswerter Markenartikel oder wegen was auch immer. Meine über die Jahre sorgsam gehegte und gepflegte Abneigung drohte jüngst der sudden death. Musste ich doch aus der FAZ erfahren, dass sich beim weltweit viertgrößten Lebensmittelhändler jetzt alle duzen. Nicht duzen dürfen oder duzen können. ...

  • Blöd-Sprech

    von 0

    Woran erkennt man den subalternen Manager, besser: jenen, der sich dafür hält? An der nicht ganz knitterfreien Joppe, der ebenso wenig knitterfreien Bukse, der Poly-Krawatte und den Hosenträgern. Außerdem trägt er einen Bluetooth-Knorpel im Ohr und das Smartphone früher Generation in der Gesäßtasche. Er telefoniert meist auf dem Flur und stets sehr laut, obwohl die Bluetooth-Technik bestens funktioniert. Besonders gern in Meetings, an denen Krethi und Plethi teilnehmen, die noch bedeutungsloser sind als er, spricht er ...

  • Anglerlatein

    von 0

    Liebe Fast-Fisch-Firma Nordsee, Ihr werbt mit dem Slogan „Wir sind Fisch“. Mit Verlaub, das rieche ich jedes Mal, wenn ich einen Eurer Läden betrete. Heißer Tipp für Eure MitarbeiterInnen: häufiger waschen, öfter Unterwäsche wechseln. Deshalb: Erst wash dann work und dann fish to go…  

  • Fußball-EM 2016: Schunkeln mit Grönemeyer und Jaehn

    von 0

    „Jeder für Jeden“ heißt das Mitklatsch-, Mitsing-, Mitschunkel-Liedchen. Rechtzeitig vor der Fußball-EM 2016 ist es auf den Markt gekommen. Zusammengetan haben sich Herbert Grönemeyer und Felix Jaehn. Da beide weder Fanschals noch Schminkstifte in Deutschlandfarben herstellen, tun sie, was sie vermeintlich am Besten können, um die noch übrig gebliebenen Euros abzugreifen: musizieren. Besser: Was die beiden für musizieren halten. Respekt für das Schlaumeierchen, dem dies eingefallen ist. Die von Werbe- und Marketingbratzen identifizierte Zielgruppe ist generationenübergreifend ...