Blöd-Sprech

von 0

Woran erkennt man den subalternen Manager, besser: jenen, der sich dafür hält? An der nicht ganz knitterfreien Joppe, der ebenso wenig knitterfreien Bukse, der Poly-Krawatte und den Hosenträgern. Außerdem trägt er einen Bluetooth-Knorpel im Ohr und das Smartphone früher Generation in der Gesäßtasche. Er telefoniert meist auf dem Flur und stets sehr laut, obwohl die Bluetooth-Technik bestens funktioniert.

Besonders gern in Meetings, an denen Krethi und Plethi teilnehmen, die noch bedeutungsloser sind als er, spricht er Dumm-Deutsch. Statt „Wir machen das“, sagte er früher noch „Dann wollen wir das mal auf die Schiene setzen“. Was laut Duden so viel heißt wie „dafür sorgen, dass etwas stattfindet, entsteht, verwirklicht wird“. Aber es geht noch blöder. Denn neuerdings sagt der zweibeinige Hosenträger „aufgleisen“, sobald er meint „auf die Schiene setzen“. Das klingt doof, das ist doof. Mag sein, dass er an „aufbocken“ gedacht hat. Was oder wen auch immer.

Schöne alte Zeit, als der gestandene Abteilungsleiter, der weder optische noch sprachliche Mätzchen nötig hatte, verfügte: „So machen wir das. Jeder weiß, was er zu tun hat.“

Bisher keine Kommentare

Diesen Beitrag kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.